Religiös/Spirituelles Befinden bei psychisch Kranken III: Erste Ergebnisse einer Körper-zentrierten Achtsamkeitsmeditation in der stationären Rehabilitation

Anliegen: Die salutogene Wirkung von Religiosität und Spiritualität scheint vor allem in den letzten Jahren durch die Literatur gut belegt. Wenige Studien sind allerdings zur Wirksamkeit einer spirituell basierten therapeutischen Intervention bei psychiatrischen PatientInnen durchgeführt worden.

Braucht die Suchtbehandlung eine spirituelle Dimension?

Vielfach wurde der negative Zusammenhang von Religiosität und Spiritualität mit verschiedenen Formen von Suchterkrankungen bestätigt. Auch können religiös-spirituelle Themen eine bedeutsame Rolle für den gesamten Verlauf einer Abhängigkeitserkrankung spielen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden suchtkranke Patienten während ihres stationären Aufenthalts im Verein Grüner Kreis mit Hilfe des Multidimensionalen Inventars zum religiös-spirituellen Befinden (MI-RSB) befragt.

Religiös/Spirituelles Befinden bei psychisch Kranken II: Die Entwicklung einer Kurzskala und Vergleichswerte von klinisch-psychiatrischen Gruppen und gesunden Kontrollpersonen

Anliegen: Das Multidimensionale Inventar zum Religiös/ Spirituellen Befinden (MI-RSB) wurde in mehreren klinischen und non-klinischen Studien erfolgreich angewendet. Allerdings erwies sich die MI-RSB Originalversion mit 48 Items im Speziellen für klinische Fragestellungen oft als zu umfangreich. Ziel dieser Arbeit ist deshalb die Entwicklung einer adäquaten MI-RSB Kurzversion mit 12 Items.
Methode: Anhand einer für die österreichische Allgemeinbevölkerung (N = 1500) repräsentativen Stichprobe wird mittels Faktoren- bzw. Reliabilitätsanalyse eine

Religiös/Spirituelles Befinden bei psychisch Kranken: Ängstlich/Depressive und Suchtkranke im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen

Anliegen: Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Dimensionen von Religiosität und Spiritualität bei stationären psychiatrischen PatientInnen zu untersuchen. Gibt es Unterschiede im religiös/spirituellen Befinden zwischen suchtkranken (ICD-10: F1x) und ängstlich/depressiven (ICD-10: F3x/F4x) PatientInnen? Welche Implikationen ergeben sich daraus für die Behandlung?

Das Multidimensionale Inventar zum religiös-spirituellen Befinden (MI-RSB): Normwerte für die österreichische Allgemeinbevölkerung.

Das Multidimensionale Inventar zum religiös-spirituellen Befinden (MI-RSB) wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts von Klinischer Psychologie und Pastoraltheologie entwickelt. Ausgehend von einem multidimensional konzipierten Konstrukt des religiös-spirituellen Befindens werden dabei insgesamt sechs Bereiche der Befindlichkeit hinsichtlich des immanenten sowie des transzendenten Wahrnehmungsraums erfasst. Immanente Bereiche sind „Hoffnung immanent", „Vergebung", „Erfahrungen von Bedeutung und Sinn".

Suizidalität und Religiös-spirituelles Befinden: Untersuchung der Zusammenhangsstruktur anhand verschiedener sozio- und psychometrischer Parameter

Einleitung: Der Zusammenhang von Religiosität und Spiritualität für verschiedene Dimensionen psychischer Gesundheit und Krankheit wurde in den letzten Jahren verstärkt thematisiert. Dies betrifft vorallem den klinisch-psychiatrischen Raum. Vor allem was den Bereich von suizidalen Gedanken und Handlungen betrifft, wird immer wieder eine präventive Funktion berichtet.

Religiosität und Spiritualität im Prozess psychischer Gesundheit und Krankheit: Ein Vergleich zwischen klinisch-psychiatrischen PatientInnen und gesunden Kontrollpersonen

Einleitung: Auf der Basis des bio-psycho-sozio-spirituellen Modells von Gesundheit und Krankheit finden Religiosität und Spiritualität in den letzten Jahren im klinisch-psychiatrischen Raum immer mehr Beachtung. So wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Fragestellung nachgegangen, in welchem Zusammenhang religiös-spirituelles Befinden zum Krankheitserleben bei psychiatrischen PatientInnen steht.

Gottesfinsternis? Struktur und Inhalt des Religiös/Spirituellen Befindens: Eine Vergleichsstudie von stationären ängstlich/depressiven Patienten und gesunden Kontrollpersonen

Einleitung: Religiosität und Spiritualität stellen ein aufstrebendes Forschungsgebiet der Psychiatrie und klinischen Psychologie dar. Allgemein ist dabei ein Trend weg von der reinen Pathologisierung religiös/spiritueller Inhalte („ekklesiogene Neurose“) hin zu einer differenzierteren Auseinandersetzung zu bemerken. Relevante Effekte von Religiosität und Spiritualität auf den Krankheitsverlauf werden auch für den psychiatrischen Raum berichtet. Eine abschließende Bewertung der Zusammenhangsstruktur von religiös/spirituellem Befinden und psychiatrischer Erkrankung steht allerdings noch aus.

Spiritualität und Sucht

Historisch betrachtet, lässt sich schon bei William James (1902) die Einschätzung finden, dass die vollständige Heilung einer Suchterkrankung insbesondere durch „leidenschaftliche Religiosität“ erfolgen kann. Auch finden der Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung und Bill Wilson, ein Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker (AA), eine gemeinsame Formel zur Suchtbekämpfung „Spiritus contra Spiritum“ (sinngemäß der „Heilige Geist“ gegen den „Geist im Alkohol“). So kann nach deren Meinung nur einer dem Menschen inne wohnen bzw. „treibt der eine den anderen gleichsam aus“.

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