Braucht die Suchtbehandlung eine spirituelle Dimension?

Vielfach wurde der negative Zusammenhang von Religiosität und Spiritualität mit verschiedenen Formen von Suchterkrankungen bestätigt. Auch können religiös-spirituelle Themen eine bedeutsame Rolle für den gesamten Verlauf einer Abhängigkeitserkrankung spielen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden suchtkranke Patienten während ihres stationären Aufenthalts im Verein Grüner Kreis mit Hilfe des Multidimensionalen Inventars zum religiös-spirituellen Befinden (MI-RSB) befragt.

Religiös/Spirituelles Befinden bei psychisch Kranken: Ängstlich/Depressive und Suchtkranke im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen

Anliegen: Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Dimensionen von Religiosität und Spiritualität bei stationären psychiatrischen PatientInnen zu untersuchen. Gibt es Unterschiede im religiös/spirituellen Befinden zwischen suchtkranken (ICD-10: F1x) und ängstlich/depressiven (ICD-10: F3x/F4x) PatientInnen? Welche Implikationen ergeben sich daraus für die Behandlung?

Religiosität und Spiritualität im Prozess psychischer Gesundheit und Krankheit: Ein Vergleich zwischen klinisch-psychiatrischen PatientInnen und gesunden Kontrollpersonen

Einleitung: Auf der Basis des bio-psycho-sozio-spirituellen Modells von Gesundheit und Krankheit finden Religiosität und Spiritualität in den letzten Jahren im klinisch-psychiatrischen Raum immer mehr Beachtung. So wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Fragestellung nachgegangen, in welchem Zusammenhang religiös-spirituelles Befinden zum Krankheitserleben bei psychiatrischen PatientInnen steht.

Spiritualität und Sucht

Historisch betrachtet, lässt sich schon bei William James (1902) die Einschätzung finden, dass die vollständige Heilung einer Suchterkrankung insbesondere durch „leidenschaftliche Religiosität“ erfolgen kann. Auch finden der Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung und Bill Wilson, ein Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker (AA), eine gemeinsame Formel zur Suchtbekämpfung „Spiritus contra Spiritum“ (sinngemäß der „Heilige Geist“ gegen den „Geist im Alkohol“). So kann nach deren Meinung nur einer dem Menschen inne wohnen bzw. „treibt der eine den anderen gleichsam aus“.

Spiritualität & Sucht: Struktur und Inhalt der Gottesbeziehung von Abhängigen im Vergleich zu allgemein-psychiatrischen Patienten und gesunden Kontrollpersonen

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts wurde der Fragestellung nachgegangen, in welchem Zusammenhang Religiosität und Spiritualität zum Krankheitserleben bei psychiatrischen Patienten stehen. Es wurden 120 Suchtpatienten und 100 allgemeinpsychiatrische Patienten getestet. Auch wurden 200 nonklinische Probanden befragt.

Spiritualität und Sucht: Gottesbeziehung von Abhängigen im Vergleich zu allgemein-psychiatrischen Patienten

In „Spiritus contra Spiritum“ (sinngemäß: der „Heilige Geist“ gegen den „Geist im Alkohol“) finden der Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung und Bill Wilson, Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker, eine gemeinsame Formel zur Suchtbekämpfung: Demnach kann nur einer von beiden dem Menschen inne wohnen bzw. „treibt der eine den anderen gleichsam aus“ (Briefwechsel Jung/Wilson, 1961). Auch lässt sich historisch betrachtet schon bei William James (1902) die Einschätzung finden, dass die vollständige Heilung einer Suchterkrankung insbesondere durch „leidenschaftliche Religiosität“ geschehen kann.

Die gesunde Ohrfeige macht krank. Über die alltägliche Gewalt im Umgang mit Kindern

Erziehung mit Schlägen ist Erziehung, die krank macht: eine Krankheit, die Generation zu Generation weitergegeben wird! In einer Zielgruppenstudie wird schlüssig bewiesen, daß körperlich strafende Erzeihung mit hoher Sicherjeit zu einer krankhaften seelischen Entwicklung von Kindern führen kann, zum Beispiel zu Jugendkriminalität und Drogenabhängigkeit. Das Buch ist ein längst fälliger, sehr konfrontativer und mutiger Beitrag zur Erziehungs- und Aggressionsforschung, der eine lebhafte Diskussion quer durch alle soziokulturellen Schichten auslösen wird. (Klappentext)

 

Spiritualität & Sucht: Glaube als Ressource in der Alkoholismustherapie

Religiosität und Spiritualität stellen trotz eines Aufschwungs des Forschungsinteresses von Seiten der empirischen Psychologie noch immer ein Randgebiet im klinisch-psychiatrischen Feld dar. Die Sinnhaftigkeit der Integration von Spiritualität in die Therapie des Alkoholismus, als einer der häufigsten psychischen Erkrankungen, erscheint vor allem durch die Erfolge der Anonymen AlkoholikerInnen bestätigt. Wenig empirisches Datenmaterial wurde allerdings gesammelt, um die stützende Funktion religiös-spiritueller Inhalte im Erleben der Betroffenen wissenschaftlich zu evaluieren.

Seelenfinsternis?: Struktur und Inhalt der Gottesbeziehung im klinisch-psychiatrischen Feld

Religion und Glaube stellen ein aufstrebendes Forschungsgebiet der klinischen Psychologie dar. Nach einer Darstellung von tiefenpsychologisch bzw. lerntheoretisch fundierten Ansätzen zur Konzeptualisierung von Religiosität/Spiritualität, wird ein Überblick über die rezente Forschungsarbeit im psychiatrischen Bereich gegeben.